Winterfahrtraining

26.01.2010

Schnee- und Eistraining im Salzkammergut

Eine neue Erfahrung. Mit dem Oldtimer. Diverse Fahrsicherheitstrainings mit den Oldies im Frühjahr haben wir in den vergangenen Jahren schon gemacht. Und sie als sehr wertvoll befunden! Nun fahren wir zwar nicht ständig mit dem Oldtimer auf verschneiten Straßen, aber man kann die ErFahrungen schließlich auch für die Alltags-PKW adaptieren.

Auf geht’s, in die Nähe von Salzburg nach Faistenau – Tiefbrunnau. Eine schön verschneite Landschaft präsentiert sich uns schon, je näher wir dem Winterfahrzentrum des ÖAMTC kommen. Der Handlingkurs präsentiert sich uns total vereist mit einer leichten Schneeschicht überzuckert.

Kurze und herzliche Begrüßung durch den Instruktor, ein paar `theoretische` Worte, die Verteilung der Funkgeräte und danach hieß es auch gleich: `… ab in die Autos`.

Wie üblich, wurde vor jeder Übungseinheit erklärt, was warum zu tun ist und eine erste Runde hinter dem Instruktor hergefahren.

Übungseinheit Nr. 1

Slalomkurs um mehrere Pylonen herum, endend in einer Rechtskurve. Das Ganze mit einem Schnitt von 50 km/h.

Alles machbar, jedoch ist schon Fingerspitzengefühl und Popometer nötig, da der Oldie ohne jeglichen technisch-modernen Schnickschnack ausgerüstet, früher zum Ausbrechen neigt, als der moderne PKW. Allerdings lässt er sich mit dem oben erwähnten Fingerspitzengefühl auch ganz gut wieder einfangen und auf die richtige Spur bringen.

Übungseinheit Nr. 2

Kurvige Berg- und Talstrecke, die Kurven teils nach innen oder außen abfallend. Durchschnittsgeschwindigkeit: so schnell wie jedem möglich.

Eine echte Herausforderung und erkennbare Nachteile gegenüber den modernen PKW. Auch hier wieder Fingerspitzengefühl und Popometer nötig. Nach der 2. absolvierten Runde die erste Erkenntnis: weniger Geschwindigkeit ist mehr! In manchen Kurven ist das was mit dem Fahrzeug passiert, ganz anders als das was man erwartet. Und da lässt sich mit weniger Geschwindigkeit einfach besser reagieren! Möglichst vorausschauend zu fahren, ist uns ja eigentlich in Fleisch und Blut übergegangen. Aber bergiges Gelände ab- und einzuschätzen ist ein ganz anderer Schnack. Jedoch auch hier, mit dem oben erwähnten Fingerspitzengefühl lies der Oldie sich ganz gut wieder einfangen und auf die richtige Spur bringen.

Übungseinheit Nr. 3

Gefahren- sprich Vollbremsungen mit den Geschwindigkeiten von 30 und 50 km/h. Zunächst ohne Hindernis, später mit Ausweichen.

Die reine Vollbremsung hat uns wirklich verwundert! Wir dachten, wir werden abgehen wie ein Brummkreisel. Nein, nichts dergleichen ist passiert. Der Oldie bremst schnurgerade, der Bremsweg ist nicht wesentlich länger, als der modernerer Autos.

Bei der Gefahrenbremsung mit gleichzeitigem Ausweichen eines Hindernisses haben wir uns auch gar nicht so schlecht gemacht, wie wir zunächst dachten. Klar, die modernen Autos, die mit allem möglichen Schnickschnack ausgerüstet sind, haben ganz deutliche Vorteile. Allerdings ist und bleibt eine vereiste Fahrbahn eben eine vereiste Fahrbahn und da kommt es auch auf das fahrerische Können an.

Also, üben üben üben – aber bitte nicht im normalen Straßenverkehr!

Übungseinheit Nr. 4

Ähnlich der Übungseinheit Nr. 2, jedoch auf einem viel größeren Rundkurs. Ein Teil dieser Strecke wird ansonsten als Kartbahn (auch im Winter!) genutzt und ist, naja, sagen wir mal nicht so weitläufig wie der Teil, den wir am Vormittag befahren haben. Durchschnittsgeschwindigkeit: wieder so schnell wie jedem möglich. Jedoch wurden wir vom Instruktor zwischendurch immer wieder aufgefordert, unsere Geschwindigkeit zu erhöhen …

Ja, viel Spaß hat das gemacht!

Natürlich ist uns der Oldie immer mal wieder ausgebrochen, wir haben uns gedreht und hatten teilweise Probleme wieder anzufahren. Aber Dank der Tatsache, dass wir uns auf weitläufigem abgesperrtem Terrain befanden, waren wir völlig angstfrei und konnten so auch mal die Grenzbereiche austesten.

Und auch hier wieder die Erkenntnis des Fahrers: weniger Geschwindigkeit ist mehr!

Unser Fazit

Eine gute Investition! Dem Oldie darf man mehr Vertrauen schenken, als man (frau) so manches Mal denkt. Allerdings sollte man sich selbst nicht überschätzen, denn ohne Übung kann man ganz schnell fatale Fehler machen.

Und zu guter Letzt: der eigene Blick sollte immer in die Richtung gerichtet sein, in die man fahren MÖCHTE!

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